Um die Schüler und Schülerinnen der beiden Volksschulen in Enns in ihrem
Lesen zu unterstützen, findet seit 2006/07 auf Initiative der Stadtgemeinde
Enns das Leseprojekt LesetutorInnen
statt. SeniorInnen kommen wöchentlich in die Klassen, um mit den Kindern zu
lesen. ZielgruppeSchülerInnen der 2. und 3. Klassen Volksschule Trägerinstitution
Schule gemeinsam mit Seniorenverband Durchführung
In der VS 1 Enns kommen drei bis vier Leseomas und -opas so wollen
die engagierten Seniorinnen/Senioren genannt werden jede Woche an je zwei
Vormittagen für die Dauer von zwei Unterrichtseinheiten in die Schule. Die
Klassenlehrerinnen der 2. und 3. Schulstufen bereiten verschiedene
Lesematerialien in Abstimmung auf Interesse, Lesetempo und Lesekönnen der
Kinder vor, besprechen in der Pause kurz mit den SeniorInnen das jeweilige Lernziel
der Stunde und die Handhabung der Lesematerialien. Meist findet auch eine kurze
Nachbesprechung statt. Es wird entweder mit leseschwachen Kindern einer Klasse, oder mit allen
Kindern der Klasse gelesen. Die Kinder profitieren von der gezielten
Leseförderung und haben mit den Leseomas und -opas eine zusätzliche
Ansprechperson. Im Gegenzug fungieren die SeniorInnen als Ersatz für die
fehlende eigene Oma oder den fehlenden eigenen Opa. Die Motivation der Kinder
durch Lob und Anerkennung steigt, wenn sie jemand anderem als der Lehrerin ihre
Lesefortschritte zeigen können. Nicht zuletzt sind die Omas und Opas für die
LehrerInnen eine wertvolle Unterstützung zur inneren Differenzierung. Umgekehrt
fühlen sich die SeniorInnen erwünscht und gebraucht. Diese persönliche
Zuwendung erleben alle Seiten als überaus positiv. Anerkennung für die SeniorInnen erfolgt seitens der Gemeinde durch die
Einladung zu einem Mittagessen jedes Jahr zum Schulschluss und seitens der
Schule durch ein kleines Geschenk und die Einladung zu Projektabschlüssen,
Festen, Lesenächten usw. sowie durch Berichte in Medien, auf der Pinwand und
Homepage der Schule. Nachbargemeinden zeigen bereits Interesse an diesem
Leseprojekt. |