![]() www.lesestart.de | Das Programm Lesestart drei Meilensteine für das Lesen wurde im Dezember 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Stiftung Lesen ins Leben gerufen. Mit Buchgeschenken für Kinder und Informationen, die sich an Eltern richten, sollen Eltern zum Vorlesen und Kinder zum Lesen motiviert werden. Das Programm zielt darauf ab, die Bildungschancen von Kindern nachhaltig zu fördern. ZielgruppeDas Projekt startet mit Familien mit einjährigen Kindern. Lesestart begleitet die Hälfte aller Kinder von drei Geburtsjahrgängen und ihre Eltern bis zum Eintritt in die Schule. Das Projekt wird in Regionen und Stadtteilen durchgeführt, in denen überproportional viele bildungsbenachteiligte Familien wohnen. TrägerinstitutionLesestart ist ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Stiftung Lesen. EntstehungDas Projekt beginnt im November 2011 mit der Verteilung der ersten Lesestart-Sets an die Einjährigen. Das Programm wurde von der Stiftung Lesen auf Basis der Erfahrungen von in Deutschland durchgeführten Pilotprojekten entwickelt. Modell für diese Projekte war Bookstart aus Großbritannien. Das Programm Lesestart mit Büchern wachsen wurde von der Stiftung Lesen zwischen 2006 und 2008 im Freistaat Sachsen durchgeführt. Die Kampagne Lesestart Die Lese-Initiative für Deutschland wurde von 2008 bis 2010 (ebenfalls unter Federführung der Stiftung Lesen) bundesweit umgesetzt. UmsetzungLesestart drei Meilensteine für das Lesen ist ein Buchgeschenkprogramm, das die Kerngedanken von Bookstart (Großbritannien) aufgreift. Das im November 2011 mit der Verteilung der ersten Lesestart-Sets an Eltern beginnende Programm ist auf eine Projektdauer von acht Jahren angelegt. Das erste Lesestart-Set bekommen von November 2011 bis November 2013 die Eltern einjähriger Kinder von ihrem Kinderarzt / ihrer Kinderärztin im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung. Von November 2013 bis 2015 erhalten die dreijährigen Kinder ein zweites Lesestart-Set in Bibliotheken. Das dritte Set bekommen alle SchulanfängerInnen zum Schulstart 2016, 2017 und 2018 in ihrer Grundschule. Das Lesestart-Set 1 enthält ein Bilderbuch, ein Lesestart-Mini-Buch, einen Ratgeber für die Eltern mit Informationen zur Sprach- und Leseerziehung, ein Tagebuch für die spielerische Dokumentation der Sprech-Fortschritte der Kinder, ein Poster, einen Flyer mit Informationen zu allgemeinen Bibliotheksangeboten, eine Buchtipp-Broschüre sowie eine DVD mit Informationen über Lesestart. Das Lesestart-Set 2 für Dreijährige und ihre Eltern umfasst ein Kinderbuch, einen Ratgeber für Eltern, ein Malheft, eine Buchtipp-Broschüre, einen Flyer mit Informationen zu Bibliotheksangeboten sowie einen Elternbrief. Das Lesestart-Set 3 für die SchulanfängerInnen und ihre Eltern besteht aus einem Erstlesebuch, einem Ratgeber für die Eltern, einem Stundenplan, einer Schultüten-Postkarte mit der Einladung, Bibliotheken zu besuchen, einer Buchtipp-Broschüre und einem Elternbrief. Die Kernaussagen der Eltern-Ratgeber werden jeweils in das Türkische, Russische und Polnische übersetzt. Auf der Webseite von Lesestart finden sich in der Rubrik Vorlesen leicht gemacht eine Vorlese-Checklist für Eltern, Lesetipps, differenziert nach Babys, Kleinkinder, Kindergartenkinder, Vorschulkinder und Grundschulkinder sowie einige Hinweise zu Reimen und Sprachspielen. Auf einer interaktiven Karte können teilnehmende KinderärztInnen, Bibliotheken und weitere Institutionen, die bei Lesestart mitmachen, gesucht werden. Für diese KooperationspartnerInnen gibt es auf der Webseite Informationen zum Programm selbst, zu Veranstaltungen im Rahmen von Lesestart usw. EvaluationDurch die wissenschaftliche Begleitforschung wird während der gesamten Dauer des Programms überprüft, ob Lesestart-Kinder Vorteile beim Erlernen des Lesens haben, ob die Eltern mehr vorlesen und sie ihre Kinder beim Lesenlernen unterstützen. Die Begleitforschung wird im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch die Berliner InterVal GmbH Kooperation mit dem Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Universität Köln und der AG Kinder- und Jugendpsychiatrische Epidemiologie und Evaluation am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt. |