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HIPPY (Israel)

HIPPY

www.hippy.org.il






HIPPY (Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters) wurde vom NCJW Institute for Innovation in Education der Hebrew University of Jerusalem entwickelt und wird von der Regierung finanziert. HIPPY wird zur Zeit unter anderem durchgeführt in Australien, Deutschland, Italien, Kanada, Neuseeland, Südafrika und in den USA. Auch in Österreich werden HIPPY-Projekte seit 2007 umgesetzt. HIPPY versteht sich als weltweites Netzwerk von PädagogInnen, ForscherInnen sowie Institutionen und Personen, die sich für die Förderung des Lesens und Schreibens von Kindern und von Family Literacy einsetzen. Die zentrale Informations- und Kommunikationsplattform zum Erfahrungsaustausch und die Weiterentwicklung des Programms ist die internationale Webseite. Das an der Hebrew University angesiedelte Programm organisiert Seminare und Workshops für MitarbeiterInnen in Projekten, entwickelt laufend neue Materialien, unterstützt die Übersetzung des Programms und seiner Materialien in weitere Sprachen usw. Die durchgeführten Programme werden regelmäßig gesichtet und begleitet.

Zielgruppe

Eltern von drei-, vier- und fünfjährigen Kindern

Umsetzung

Das Ziel von HIPPY ist, dass die Eltern täglich zu Hause 15 Minuten mit ihren Kindern Aktivitäten rund um Lesen machen, wie z.B. Bücher vorlesen und gemeinsam lesen oder Lernspiele spielen. Vorschulkinder sollen mit Hilfe ihrer Eltern auf das Lernen in der Schule vorbereitet werden, um gute schulische Erfolge zu erzielen. Die Eltern werden durch einfach anzuwendende Materialien, durch Hausbesuche sowie durch Gruppentreffen unterstützt. Sie erhalten für ihre Kinder 60 aufeinander aufbauende Materialpakete, von denen sie jede Woche eines mit ihren Kindern durchmachen. Bei diesen Übungen, die sich meistens um ausgewählte Bücher drehen, geht es z.B. darum, Geschichten zu erzählen, Größenverhältnisse, Formen und Figuren kennenzulernen, kleine Denkaufgaben zu machen usw. Arbeitsblätter können aus dem Internet heruntergeladen werden. Die TrainerInnen erhalten Handbücher und Arbeitsanleitungen für ihre Tätigkeiten und Aufgaben.

Die HIPPY-TrainerInnen sind selbst Eltern aus dem lokalen Umfeld, in dem das Projekt durchgeführt wird. Sie führen Hausbesuche durch, geben den Eltern, die an HIPPY teilnehmen, Tipps und Hilfestellungen. Die lokale Einbindung ermöglicht, dass auch Familien, die durch Bildungsangebote oft nur schwer erreicht werden können, eingebunden werden. Durch ihr Engagement entwickeln sich die TrainerInnen selbst weiter, was wiederum für die teilnehmenden Eltern einen motivierenden Effekt dahingehend haben kann, dass auch sie selbst durch Bildungsaktivitäten ihren Alltag und ihr Leben verändern können.