![]() | Projektdesign LesebuddysEine höhere Klasse übernimmt eine Lesepartnerschaft für eine jüngere Klasse. Jede/r SchülerIn der höheren Klasse erhält eine/n fixe/n LesepartnerIn aus der jüngeren Klasse.Zielgruppe Geeignet für SchülerInnen aller Altersgruppen; zwischen den jüngeren LesepartnerInnen und den Älteren sollten mindestens zwei Jahre Abstand sein. Gefördert werden gute und schwache LeserInnen gleichermaßen. Als Alternative kann dieses Modell auch als Lesetandems geführt werden. Dabei lesen SchülerInnen einer Klasse paarweise miteinander. Dieses Lesetandem-Modell ist auch für weiterführende Schulen (z. B. Berufsschulen oder berufsbildende mittlere und höhere Schulen) empfehlenswert. Ziele
Besondere Qualitäten des Modells
Zeitbedarf Empfohlene Zeitdauer: mindestens ein Semester bis ein Schuljahr Empfohlene Frequenz: eine Unterrichtsstunde wöchentlich
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VorbereitungDie ältere Klasse muss vorher über die Regeln des gemeinsamen Lesens, über Ziele des Projekts, Bedingungen der Kommunikation mit den Jüngeren und die Buchauswahl gut informiert werden. Vor allem nach den ersten Einheiten sollte der/die KlassenlehrerIn mit den älteren SchülerInnen unbedingt eine Feedback-Einheit durchführen, um Erfahrungen auszutauschen, Fehler und allfällige Probleme zu besprechen. Auch die jüngere Klasse soll auf das Projekt altersadäquat eingestimmt werden. Überlegenswert ist es, bei den jüngeren SchülerInnen vorher und nachher das SLS durchzuführen. Schwächere LeserInnen sollten auf jeden Fall eine/n gute lesende/n ältere/n LesepartnerIn zugeteilt bekommen. Auch die Jüngeren sollten nach den Leseeinheiten die Möglichkeit haben, ihre Erfahrungen den LehrerInnen mitzuteilen. Wichtig ist es, beiden Gruppen die Angst vor dem Vorlesen und auch vor Fehlern zu nehmen und eine möglichst angenehme, entspannte Lesesituation zu schaffen. In manchen Fällen (schwache LeserInnen, Angst vor lautem Vorlesen) kann es sinnvoll sein, dass die Lesebuddys den Text schon vorher kennen und üben. | ||
DurchführungIn fixen LesepartnerInnen-Stunden (empfohlen: eine fixe Stunde pro Woche) wird gemeinsam gelesen, die tatsächliche gemeinsame Lesezeit sollte jeweils mindestens 15, maximal 30 Minuten betragen. Der Rest der Unterrichtsstunde dient dem zwanglosen Kontakt der Buddys sowie der Vor- und Nachbereitung.Klassenauswahl Die beiden Klassen müssen naturgemäß annähernd gleich groß sein. Zwischen den Klassen sollte ein möglichst großer Altersabstand liegen, um die Rollenverteilung zu garantieren, zumindest aber zwei Schuljahre. Die PartnerInnenauswahl sollte bei den LehrerInnen liegen und nicht dem Zufall oder den SchülerInnen überlassen werden. Schwache jüngere SchülerInnen sollten eher gut lesende ältere Buddys zugeteilt bekommen. Die LesepartnerInnen-Paare sollten nach Möglichkeit während des Projekts beisammenbleiben, PartnerInnentausch nur in unvermeidlichen Fällen erfolgen. Bei der Alternative Lesetandems kann die PartnerInnenauswahl freier erfolgen, hier ist auch ein regelmäßiger Wechsel der Tandems denkbar. Sinnvoll ist es aber auch hier, jeweils eine/n besseren und eine/e schwächeren LeserIn zusammenzuspannen. Gestaltung der Leseeinheiten Die Buddys (also je ein/e SchülerIn aus beiden Klassen) wählen gemeinsam ein Buch (wobei sich das Niveau an dem/der Jüngeren orientiert), lesen wechselseitig vor, stellen einander Fragen zum Text bzw. reden miteinander über das Gelesene. Die Form des Lesens sollte möglichst frei, die Methodenvielfalt aber gesichert sein. Wichtig ist neben der reinen Lesezeit auch die Möglichkeit zum Gespräch und zum Recherchieren über das Gelesene. Je nach Klassensituation kann der Vorleseanteil der Älteren anfangs höher sein, gegen Ende des Projekts sollten aber beide Partner einander gleich lang vorlesen. Lesestoff Die LesepartnerInnen sollten die Möglichkeit haben, ihr gemeinsames Buch selbst auszuwählen. Über die Art der Bücher-/Textauswahl sollten die beiden KlassenlehrerInnen Einvernehmen herstellen und den Paaren beratend zur Seite stehen. Wichtig ist, dass die Auswahl der Texte entweder durch die Paare aus einem großen Pool (z. B. Schulbibliothek) frei erfolgt oder dass die LesepartnerInnen vom/von der KlassenlehrerIn einige Texte empfohlen bekommen, aus denen sie wählen können (keinesfalls Klassenlektüre oder vorgeschriebene Texte!). Je größer die Vielfalt der an¬gebotenen Literatur ist, desto besser (auch Sachtexte, unterschiedliche Themenbereiche, Leseniveaus). Falls ein Paar mit einem Buch nicht zurande kommt, sollte es die Möglichkeit haben, ein anderes auszuwählen. Erfolgskontrolle Alle beteiligten SchülerInnen bzw. die Lesepaare führen eine Dokumentation ihrer Lesungen (z. B. Lesetagebuch, Lesekalender) und/oder erhalten eine sichtbare Anerkennung ihrer Leistung, z. B. in Form einer Leseurkunde oder eines Lesestempels für jede gelungene Einheit etc. (Kopiervorlage: Lesetagebuch). Evaluiert werden kann bei diesem Projekt die Einstellung zum Lesen und die Lesemotivation der SchülerInnen. Eine Steigerung der Lesekompetenz ist zwar zu erwarten, aber vermutlich nicht messbar, sondern nur aus der Beobachtung durch die KlassenlehrerInnen ableitbar. | ||
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