![]() | Die Aktion LesepartnerInnen von Unterrichtsministerium und Buchklub stellt unterschiedliche Aspekte des gemeinsamen Lesens in den Mittelpunkt. Vorlesen und miteinander Lesen zu Hause, im Kindergarten und in der Schule in den verschiedensten Facetten werden in fünf Projekten vorgestellt. Ziel aller Projekte ist es, im Rahmen der schulischen Leseförderung und unter besonderer Einbeziehung der Eltern die Lesebereitschaft und die Lesegeläufigkeit der SchülerInnen nachhaltig zu steigern und damit auch die Lesekompetenz im Sinn der EU-Benchmarks zu verbessern.Die Aktion LesepartnerInnen
Fünf LesepartnerInnen-Projekte zur WahlFünf international beschriebene und bewährte Modelle des gemeinsamen Lesens bzw. Vorlesens wurden im Schuljahr 2007/08 in 40 österreichischen Schulen (VS, HS, AHS) sowie zirka 20 Partnerschulen und Partnerkindergärten getestet, wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Diese Pilotphase zeigte, dass sowohl Lesekompetenz als auch Lesebereitschaft durch alle fünf Projekte deutlich verbessert werden können:
Was die Projekte leisten könnenDie Pilotprojekte zeigten durchwegs, dass regelmäßiges Partnerlesen in hoher Frequenz (mehrmals wöchentlich) und in kurzen Einheiten (10 bis 15 Minuten reine Lesezeit) schon nach wenigen Monaten die Lesekompetenz im basalen Bereich (Zusammenlauten, Worterkennen) deutlich steigern kann. Als besonders geeignet dafür erwiesen sich das Tutorenmodell und das Elternmodell. Das Buddymodell und die beiden Brückenmodelle zielen vor allem auf Lesemotivation und Lesebereitschaft ab. In aller Regel profitierten sowohl die jüngeren SchülerInnen als auch die älteren Buddys von den gemeinsamen Leseaktivitäten. Die Jüngeren orientierten sich an den älteren Lesevorbildern, die Älteren wuchsen in diese Rolle und wurden in ihrer bisher erworbenen Lesekompetenz positiv verstärkt. Bei den beiden Brückenmodellen werden überdies die Jüngeren auf die kommende Schulstufe und ihre Leseanforderungen vorbereitet. Das gemeinsame Lesen in den fünf Modellen ermöglichte überdies den Kindern positive soziale Leseerfahrungen und verbesserte auch deutlich das soziale Gefüge der teilnehmenden Klassen. Manche Kinder machten zum ersten Mal in ihrem Leben die positiven Erfahrungen des Vorlesens mit den eigenen Eltern oder mit Lesebuddys. LesepartnerInnen-Projekte sind gut geeignet, sozial bedingte Defizite laut PISA und PIRLS eine Hauptursache für Leseschwächen auszugleichen. Gemeinsame Lesesituationen sind auch für Kinder mit einer anderen Erstsprache als Deutsch ideal und zwar sowohl in der Muttersprache als auch in Deutsch. Qualitäten des gemeinsamen LesensDas gemeinsame Lesen/Vorlesen eines/r älteren LesepartnerIn (die eigenen Eltern, erwachsene LesetutorInnen oder ältere SchülerInnen) mit einem/r jüngeren LesepartnerIn
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