
| Projektdesign
Große LesebrückeEine Volksschulklasse und eine Klasse einer Hauptschule/AHS führen ein gemeinsames Brückenprojekt durch, einerseits zur Vorbereitung der Volksschulkinder auf die Leseanforderungen der Sekundarstufe, andererseits zur Vertiefung der Lesemotivation bei den Großen.
Zielgruppe 4. Klasse Volksschule gemeinsam mit SchülerInnen einer HS/AHS-Klasse (empfohlen: 3. Klasse oder älter)
Ziele Volksschulkindern die Angst vor der unbekannten neuen Lesesituation zu nehmen bzw. sie behutsam in die neue Schul- und Lesesituation der Sekundarstufe einzuführen. Ältere Kinder als Vorbilder in ihrer erworbenen Lesebereitschaft und Lesekompetenz zu stärken.
Qualitäten Der Schulwechsel von der Volksschule in die Sekundarstufe bedeutet für die Kinder eine komplette Umstellung ihrer Lesegewohnheiten (Sinn erfassendes Lesen in unterschiedlichen Fächern, selbstständiges Lesen als Lerntechnik, Lesen in Schulbüchern etc.) und damit verbunden oft ein Leseknick. Durch die große Lesebrücke werden VolksschülerInnen der vierten Klasse auf die neuen Anforderungen an die Lesekompetenz auf der fünften Schulstufe in der neuen Schule (AHS oder HS) vorbereitet. Die Großen erweitern ihre sozialen Kompetenzen, lernen einfühlsam auf ihre jüngeren LesepartnerInnen einzugehen. Für die Älteren erfolgt in der Regel ein Lesemotivationsschub durch die Übernahme der aktiven und verantwortungsvollen Rolle des Lesevorbildes.
Zeitbedarf Je nach Konzeption des Projektes kann es sich um punktuelle Veranstaltungen oder auch um ein gemeinsames Projekt über ein ganzes Semester oder Schuljahr handeln.
Neben verbindlichen Vorgaben für die Projektdurchführung gibt es bei allen fünf
Projekten auch frei gestaltbare Elemente, um individuelle, dem Schulstandort
angepasste Lösungen zu entwickeln. Die genaue Einhaltung der Vorgaben für Vorbereitung und Durchführung wird dringend empfohlen, um
nachhaltige und messbare Ergebnisse zu erzielen: Die Empfehlungen und Rahmenbedingungen sollen der
Schule Anregungen für individuelle Gestaltung geben.
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| Durchführung-
Die LehrerInnen der beiden Partnerklassen VS/HS oder VS/AHS entwickeln
ein Leseprogramm, das sich aus verschiedenen Modulen zusammensetzt.
- Die Volksschüler besuchen die neue Schule (z. B. Tag der offenen
Tür in der neuen Schule, Teilnahme an einer Lesestunde oder
Leseveranstaltung; Besuche in der Schulbibliothek der zukünftigen
Schule).
- Altere SchülerInnen kommen in die Volksschule und lesen vor.
- Die wechselseitigen Kontakte werden in ein Leseprojekt integriert,
bei dem die Kinder auf die spezifischen Folgeanforderungen vorbereitet
werden, z. B. Übungen mit Sachbüchern, Lexika, Internet.
- Durchführung eines gemeinsamen Lesefestes mit Stationen, z. B.
Übungen zur phonologischen Bewusstheit, Vorlesen, Erzählen zu Bildern oder
Rätselstation (siehe: Elternarbeit in der Schule).
- Schule und Kindergarten führen einen gemeinsamen Leseausflug durch, z. B. Lesen im Park, Lesenachmittag oder Lesespaziergang (siehe: Elternarbeit in der Schule).
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Die LesepartnerInnen können Erlesenes gemeinsam aufbereiten, z. B.
den Text gemeinsam den anderen Paaren vorstellen, zum Gelesenen Bilder
malen, ein gemeinsames Lese-Buch basteln, zum Text Recherchen im
Internet oder im Lexikon anstellen etc.
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| Empfehlungen und RahmenbedingungenAnregungen zur individuellen Gestaltung
Das Projekt ist uneingeschränkt auch für Kinder mit einer anderen
Erstsprache als Deutsch empfehlenswert. In jedem Fall ist es wichtig,
die Eltern in das Kennenlernprojekt
einzubeziehen und zumindest teilweise an den Veranstaltungen
teilnehmen zu lassen. Eltern können auch wichtige Aufgaben der
Organisation übernehmen. Auch die übrigen LehrerInnen sollten (im
Rahmen einer Schulkonferenz) informiert werden. Viele Schulen führen
bereits Schnuppertage durch; das Leseprojekt kann
in solche Schnuppertage integriert werden, geht aber inhaltlich und
zeitlich weit darüber hinaus.
Erfolgskontrolle
Projektberichte aus beiden beteiligten Gruppen/Klassen. |
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